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MDM und GIP - eine gute Ergänzung?

Mobilitätsdatenmarkplatz und Referenzierung für IVS-Dienste*

Die Bereitstellung von Mobilitätsservices auf Basis von Echtzeitdaten ist eine Kernanforderung von IVS-Aktivitäten in Europa. Die durchgängige Bereitstellung von Verkehrsinformationen ist derzeit noch eine technische, rechtliche und marktwirtschaftliche Herausforderung. Deutschland und Österreich sind Vorreiter in der Umsetzung dieser Thematik:

  • Um den Datenaustausch zwischen Datenanbietern und Datennutzern zu vereinfachen und somit die Nutzung vorhandener Daten zu vereinfachen und zu fördern, wird in Deutschland unter der Regie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur − BMVI der Mobilitäts-Daten Marktplatz − MDM (www.mdm-portal.de) aufgebaut. Mit der besseren Vernetzung von Anbietern und Nutzern von Mobilitäts-Daten unterschiedlichster Art soll der MDM neue Geschäftsmodelle und die Entwicklung verkehrsmittel- und regionsübergreifender Informationsdienste unterstützen. Aus technischer Sicht sind damit Fragestellungen der Georeferenzierung von Verkehrsmeldungen, Referenzierungsgrundlagen und Datenschnittstellen verbunden, die abschließend noch nicht beantwortet sind.
  • Österreich hat bereits 2004 mit dem Rahmenplan für den Einsatz der Telematik im österreichischen Verkehrssystem einen ersten wichtigen und vor allem innovativen und richtungsweisenden Schritt gesetzt, dem 2008 der EU-IVS-Aktionsplan und im August 2010 die EU-IVS-Richtlinie der Europäischen Kommission gefolgt sind.  Die Bereitstellung der Daten und der Information ist daher eine wesentliche Grundlage, um IVS-Dienste zur Verfügung stellen zu können. Dies beinhaltet auch die Bereitstellung eines einheitlichen Gesamt-Graphs des österreichischen Verkehrssystems, wie er in der Graphenintegrationsplattform (GIP) realisiert wird.  Aspekte einheitlicher Datenformate, Datenschnittstellen und Referenzierungsverfahren sind auch in Österreich noch nicht abschließend gelöst.

Inhaltlich stellen die Entwicklungen in Deutschland (MDM) und Österreich (GIP) eine gute Ergänzung dar, was sowohl in einer MDM-User-Group als auch dem bevorstehenden AGIT Spezialforum eine tragende Rolle spielt. Dieser Austausch von Informationen und Erfahrungen soll auch in Zukunft fortgeführt werden, um vorhandene Synergien zu erschließen. Auf dem Spezialforum sollen die unterschiedlichen Lösungswege in Deutschland (MDM) und Österreich (GIP) vorgestellt und diskutiert werden. Ziel dabei ist es, Synergien und Best-Practice-Beispiele zu geben und eine Vernetzung der Akteure zu ermöglichen.

Unter Beteiligung hochkarätiger Referenten werden die Themen Mobilitäts-Daten Marktplatz (MDM), GIP, Georefenzierungsmöglichkeiten sowie Best-Practice-Beispiele in Deutschland und Österreich diskutiert.

*Rückblick 2015

Programm MDM und GIP, Donnerstag, 09. Juli 2015

(Beitragstitel, Vortragender, Blocktitel, Chair)
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Chair: Hans Fiby, ITS Vienna Region


GIP - von den Anfängen zum ROLLOUT
Mandl-Mair I. Amt der Kärntner Landesregierung

GIP - transnationale Erweiterung und das Forschungsprojekt EDITS
Geroe D. ITS Vienna Region

GIP - Meilensteine bei der Verbesserung von Qualität und Aktualität
Westhauser C. Amt der NÖ Landesregierung

Implementation systematischer Qualitätssicherungs- und Modellierungsroutinen bei der Verwendung von GIP Daten
Loidl M. Universität Salzburg

Chair: Stefan Kollarits, PRISMA solutions und Stefan Krampe, TraffiCon


Vorstellung Mobilitätsdatenmarktplatz MDM in Deutschland
Ritterhaus L. Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST)

IVS-Aktionsplan / österreichweite Graphenintegrationsplattform GIP
Schwillinsky S.

MobilitätsDatenMarkplatz - Welche Chancen ergeben sich für Städte und Gemeinden ?
Stieler P. Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf

LSA-Schaltzeitprognose über den MDM
Miltner T. Stadt Kassel - Straßenverkehrs- und Tiefbauamt

Chair: Stefan Krampe, TraffiCon und Stefan Kollarits, PRISMA solutions


Verkehrsinformationsmanagement am hochrangigen Netz am Beispiel ASFINAG
Müllner M. ASFINAG Maut Service GmbH

Generierung von Verkehrsmeldungen auf Basis von flächendeckenden Verkehrslagedaten mit Einbindung in den Mobilitätsdaten-Marktplatz (MDM)
Plank-Wiedenbeck U. Bauhaus Universität Weimar

Von der Verkehrsdatenerzeugung zu Mobilitäts-Services? Herausforderungen und Lösungen im Bereich Georeferenzierung von Verkehrsmeldungen.
Kollarits S. PRISMA solutions

Übertragung kommunaler Verkehrsmanagementstrategien an die Navigation - Das Projekt NAVIGAR
Thomas R. Landeshauptstadt Stuttgart - Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ)

Publikumsdiskussion mit allen TeilnehmerInnen der vorangegangenen Blöcke
Alle TeilnehmerInnen .

Chair: Stefan Krampe, TraffiCon


Nutzung von Floating-Car-Daten zur Verbesserung der Verkehrslage im Freistaat Bayern
Haspel U. Bayerische Straßenbauverwaltung - Zentralstelle Verkehrsmanagement (ZVM)

Quantifizierung verkehrsbedingter CO2-Emissionen auf der Grundlage von extended Floating Car Data (xFCD)
Pucher G. TraffiCon Gmbh

Mobiles Verkehrsmanagement mit „MOVEBAG“
Widmann N. PRISMA solutions

Radlkarte Salzburg - Geodatenintegration für den Radverkehr
Brugger P. TraffiCon GmbH
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